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Die Darts

Auf
obiger Grafik ist ein solcher Dart dargestellt. Ein Wurf besteht immer aus drei
Darts, so dass ein Set Darts drei Pfeile umfasst. Diese gibt es in vielen
Variationen und Preislagen, jedoch müssen für ein reguläres Spiel immer drei
Darts verwendet und geworfen werden, es sei denn ein Spiel kann mit weniger
Darts beendet werden!
Diese Pfeile können aus
verschiedenen Materialien bestehen. Am Beginn des Dartsports bestanden die
Pfeile aus Holz und waren aus einem Stück gedrechselt. Am hinteren Ende des
Darts waren Federn von Hühnervögeln eingelassen, die den Flug des Pfeils
stabilisieren sollten.
In unserem heutigen,
hochtechnisierten Zeitalter wurde natürlich auch am Dart selbst immer kräftig
weiterentwickelt. Das Ziel war und ist es immer schmälere, bzw. schlankere
Darts bei gleichem spezifischen Gewicht zu entwickeln, so das sich der Dart
heute in mehrere Teile zerlegen lässt und dadurch dem Spieler die Möglichkeit
an die Hand gibt, sein individuelles Setup zu finden, also seinen eigenen, auf
seine spezifischen Vorlieben zugeschnittenen Dart zu kreieren.
Der Hauptteil des Dart besteht aus
dem sogenannten Barrel, der in vielen Materialien erhältlich ist. z.B. Messing,
Aluminium, Kupfer, Stahl, sowie verschiedene Legierungen unterschiedlicher
Metalle. Das momentan am weitesten verbreitete Material dürfte die
Wolfram-Nickel Legierung sein, die es durch das hohe spezifische Gewichts des
Wolframs ermöglicht, immer schlankere Darts herzustellen. Diese Legierung wird
meistens in der Gewichtung 80/20, 90/10, 95/5, 97/3 verwendet. Natürlich gibt
es auch hier physikalische Grenzen. So ist es nicht möglich, einen Barrel aus
100% Wolfram herzustellen, da dieses Material bei dieser hohen Konzentration brüchig
und spröde wird. Man ist also auf entsprechende Legierungen angewiesen um den
Dart noch "elastisch" zu halten, denn sonst würde jeder Dart
zerbrechen, der nur einmal auf einen harten Boden fällt! Natürlich spielen
auch Preisgründe eine Rolle, denn die Herstellung einer fast 100%
Wolframlegierung ist natürlich auch nicht gerade billig und welcher Dartspieler
möchte gleich Hundert Mark oder mehr für einen Satz Darts ausgeben?
Auch versucht man, die
innenliegende Gewindebohrung die den Shaft, oder Schaft, sowie die Bohrung die
die Spitze, oder Point aufnimmt quasi als Stehbolzen nach außen zu führen, so
das nochmals eine Verschlankung erreicht werden kann!
Die Gewichte die als Barrel erhältlich
sind reichen für spielbare Darts von wenigen Gramm ca. ab 7-8 bis zu 50 gr. und
darüber. Der Standard der sich als Gewicht eingebürgert hat liegt bei ca.
18-24 gr. Alle größeren Gewichte gehen bei langem Spiel (mehrere Stunden, oder
auch einen ganzen Tag bei großen Turnieren) sehr auf die Muskulatur, sowie auf
das Ellbogen und Schultergelenk und sind dem präzisen Spiel auf Dauer nicht förderlich.
Natürlich sind das nur Richtwerte, zugelassen bei Turnieren sind Darts bis 50
gr. und bis zu einer Länge von 30,5 cm.
Es ist jedem Spieler selbst überlassen in diesem Rahmen die für Ihn richtigen
Darts, bzw. Barrels zu finden! Das gültige Gewicht errechnet sich immer aus der
Gesamtheit des Darts, einzubeziehen sind immer Barrel, Shaft, Spitze und Flight!
Preise für Barrels können im
Bereich von einigen Mark, bis zu mehreren Hundert Mark liegen. Viele gute
Amateure und auch Profis lassen sich Ihre Sportgeräte teils nach eigenen Plänen
und Wünschen von einschlägigen Firmen herstellen. Hier kann je nach Material
und Ausführung der Preis schnell mehrere Hundert Mark erreichen!
Ein Dart besteht natürlich nicht
nur aus dem Körper oder Barrel. Vor einiger Zeit wurden Darts noch mit festen,
eingepressten Spitzen hergestellt. Diese Art des Darts verschwindet jedoch immer
mehr, obwohl es noch genug Spieler gibt, die diese Darts nicht missen möchten!
Moderne Darts bestehen jedoch aus einem Barrel, der es ermöglicht die Spitzen
auszutauschen, so das es dem Spieler möglich ist seine eigene, für Ihn
passende Länge oder auch Dicke der Spitze und somit auch des ganzen Dart zu
finden. Natürlich ist es im Zeitalter des Elektronik-Darts auch sinnvoll die
Stahl-Spitzen gegen Plastik-Spitzen tauschen zu können, so das es möglich ist
mit dem gleichen Satz Darts Steel- oder E-Dart zu spielen!
Zu beachten ist hier, das man dann keine Barrels über 17 gr. kaufen sollte, da
im E-Dart lediglich ein Gesamtgewicht von 18 gr. erlaubt ist. Dies gilt im
traditionellen Dart nicht. Hier kann im Rahmen der Bestimmungen jedes Gewicht
verwendet werden!
Als momentan gängige Spitzen gibt
es feste, die lediglich eingedreht werden können, aber auch deutlich
raffiniertere Techniken, bei denen die Spitze beim Auftreffen aus der Führung
gelöst und somit ein Drehen des Darts im Board bei Auftreffen eines 2. Darts
ermöglicht wird (Powerpoint-Spitzen). Eine weitere Art der Spitze ist die
sogenannte Hammer-Head Spitze, die beim Auftreffen ein automatisches Nachdrücken
der Spitze ermöglicht, so dass bei Draht-Treffern ein Herausspringen des Wurfes
verhindert werden soll!
Langjährige Erfahrungswerte von vielen Dartspielern zeigen aber, das diese
Techniken letztendlich keine große Verbesserung des Herausfallens bringen,
lediglich das Austauschen bei Abnutzung der Spitze, oder der Austausch gegen längere
oder kürzere Spitzen scheint hier sinnvoll zu sein.
Ein Dart hat immer aus Spitze, Barrel, Shaft und Flight zu bestehen.
Sind Sie E-Darter, so achten Sie darauf, dass nicht mit Ihrer E-Dart Spitze auf
Steel-Boards spielen. Die Steeldarter würden Ihnen das übel nehmen, denn mit
der stumpfen Spitze der E-Darts zerstören Sie die Oberfläche, bzw. drücken
die Fasern des Boards in die Oberfläche hinein, was eine Verhärtung und
Verringerung der Lebensdauer eines Boards bewirkt.
Steeldarter mit leichten Darts und leichtem Wurf haben dann wesentlich öfter
mit dem Herausfallen Ihrer Darts aus dem Board zu kämpfen!
Gleiches gilt natürlich für Steeldarter. Spielen Sie nie mit Ihren Steeldarts
auf Dartautomaten, sondern wechseln Sie vorher die Spitze. Stahlspitzen zerstören
die hinter den Feldern liegenden Kontaktplatinen. Achten Sie auch darauf, das
Ihre Darts 18 gr. nicht überschreiten! Größere Gewichte sind beim E-Dart
nicht zugelassen. Es kommt vor, dass beim E-Dart die Darts der Spieler auf
korrektes Gewicht geprüft werden! Spielen Sie mit übergewichtigen Darts, kann
das zum Ausschluss aus dem Turnier führen!
Ein weiterer Teil des Darts ist der
sogenannte Shaft. Er dient der Aufnahme der Flights. Der Shaft kann, wie auch
der Barrel aus verschiedenen Materialien bestehen. Gebräuchlich sind oft
Aluminium, Stahl, Titan, sowie auch verschiedene Arten der Polymere. Shafts
werden in unterschiedlichen Längen hergestellt, von extra short (ca. 5-10mm),
bis extra long (ca. 20-25cm).
Hier muss jeder Spieler selbst entscheiden welche Länge und welche Art des
Shafts seinem Dart die stabilste Fluglage bringt! Darts sollten beim Flug
stets einen leichten Bogen beschreiben, nicht trillern, oder sich überschlagen.
Hier kann mit der Auswahl des richtigen oder falschen Shafts eine deutliche
Verbesserung, oder auch Verschlechterung der Fluglage erreicht werden! Es gilt:
"Einfach ausprobieren"!
Manche Shafts sind ebenfalls zerlegbar. Hier können die sogenannten Tops, also
die Teile die für die Aufnahme des Flights dienen, ebenfalls ausgetauscht
werden. Damit kann erreicht werden, dass bei Beschädigungen nicht der komplette
Shaft, sondern nur der beschädigte Top ersetzt werden muss. Dies ist im
Endeffekt eine Preisfrage. Kaufe ich mir einen Satz einfache Shafts für ein
paar Pfennig, die ich im Schadensfall komplett tauschen muss, oder zahle ich
eben etwas mehr und tausche bei Beschädigung nur die Tops?
Shafts sind natürlich auch in mehreren Preisklassen erhältlich. Von wenigen
Pfennig für Polyamid, oder Nylon Shafts, bis zu 20 Mark für Titan-Shafts. Der
Preis hat mit den Flugeigenschaften eigentlich nichts zu tun. Wenn überhaupt,
steigt mit dem Preis die Qualität und Haltbarkeit.

Der letzte, aber nicht unwichtigste Teil eines Darts sind die Flights.
Diese bestehen in aller Regel aus mit mehreren Schichten verklebtem Polyamid
(einfach geklebt oder Self-Adhesive aus weicherem Material) und sind ebenfalls
in verschiedenen Formen und Farben erhältlich. Viele Spieler bevorzugen hier
persönliche Motive, wie Sternzeichen, Cartoons, oder auch Autographed Flights.
Dies sind Flights auf denen der Namen des Spielers aufgedruckt ist. Einige
Firmen bitten diesen Service gegen einen geringen Aufpreis an. Flights sollen
den Flug des Darts stabilisieren. Dies ist besonders in der Endphase des Fluges
von Bedeutung. Wird ein zu kleiner Flight verwendet kann der Dart auf den
letzten Zentimetern absacken und sein Ziel verfehlen. Jedoch ist ein kleiner
Flight dann günstig, wenn der Spieler sehr genau und kräftig wirft. Plötzlich
auftretende Luftzüge werden diesen Pfeil nicht aus seiner Flugbahn bringen können.
Sehr gut für Spieler die leicht und mit viel Gefühl werfen ist ein größerer
Flight. Er verbessert die Fluglage des Pfeils enorm. Jedoch potenzieren sich während
des Fluges leichte Wurffehler und der Dart kann dann leicht irgendwo landen, wo
er eigentlich nicht hinsollte. Ebenfalls können zu große Flights die
Auftrefffläche auf dem Board verkleinern, oder einen 2. Dart vom ursprünglichen
Ziel bei dessen Berührung ablenken.
Auch hier gilt, man sollte ausprobieren welche Form und Größe der Flights
einem persönlich am besten liegen.
Grundsätzlich ist zu sagen, ist der Barrel und der Shaft gut gewählt, stimmt
der Wurfstil und die Konzentration, so ist es ohne weiteres möglich Dart auch
ohne Flights zu spielen, jedoch ist dies offiziell nicht erlaubt und mit Flight
ist der Flug des Darts allemal genauer als ohne. |